Feiern ja, aber nicht auf Lorbeeren ausruhen 

 

Meisterfeier in der Fachschule des Dachdeckerhandwerks

des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen und Sachsen-Anhalt

 

Dieser vergangene Freitag war für 18 Meisterschüler der Fachschule

des Dachdeckerhandwerks des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen

und Sachsen-Anhalt ein glücklicher Tag.

Denn sie hatten das Meisterprüfungs-Vorbereitungsseminar

im Leistungszentrum erfolgreich abgeschlossen und

erhielten ihr Abschlusszeugnis mit dem Meisterbrief.

 

„Freuen und feiern, ja, aber es gibt keinen Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen“,

so lautete das Schlusswort des Prüfungsausschussvorsitzenden Ingo Rieck,

Schornsteinfegermeister, der die Meisterbriefe und Zeugnisse überreichte.

 

Die erfolgreichen Absolventen mit ihrem Prüfungsausschuss

18 erfolgreiche Prüflinge, dafür stand der große Bahnhof, den der ganze Fanclub

der erfolgreichen Meisterschüler im Leistungszentrum an der unteren Mühlenstraße bildete.

 

Das sei nach Meinung von Betriebsleiter André Hannes aber auch ein überaus gutes Ergebnis

für die Schule, das auch dieser Bildungseinrichtung in der Bergstadt zu großer Ehre gereiche

und deren hohen Ausbildungsstandard aufzeige.

Ob allerdings das erworbene umfangreiche Wissen ausreiche,

so Hannes, werde die Praxis zeigen.

Wenn nicht, dann könne die Mitgliedschaft im Berufsverband sehr hilfreich sein.

Da das Anforderungsprofil im Dachdeckerhandwerk stetig steige, mahnte Hannes

die erfolgreichen Prüflinge, sich nicht auf dem erworbenen Wissensstand auszuruhen.

 

Ein Extra-Geschenk für den Lehrgansbesten von André Hannes (links)

„Sie haben alles richtig gemacht, weil den schönsten Beruf der Welt erwählt“

stellte Heinrich Meier, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands, fest

und schloss darin auch einen großen Dank an die ganze Schule mit ein.

Auch er mahnte aber die jungen Kollegen, zu bedenken, dass sie nicht für die Schule,

sondern fürs Leben gelernt hätten.

Und die eigentlichen Herausforderungen, die stelle nun einmal das tägliche Leben.

Das Umfeld verändere sich nämlich immer schneller und das erfordere

von einem Dachdeckermeister, „stets auf der aktiven Seite zu stehen“.

Ein Dachdeckermeister müsse heute sowohl Finanzexperte, Planer, Menschenführer

und Motivator, als auch Rechtsexperte oder Fachkraft für Arbeitssicherheit sein.

Dafür brauche er auch Ratgeber, und die finde er zum Beispiel in der Innung.

Mit dem Satz „Wo bleibt der Nachwuchs“ drückte Meier zugleich

seine Sorgen um die Zukunft des Handwerks allgemein aus.

 

Dass Sankt Andreasberg in der Erinnerung der neuen Dachdeckermeister

auch positiv besetzt bleiben möge, dafür warb Bürgermeister Stefan Grote,

als er seine Glückwünsche an den Mann brachte. Dabei stellte er fest,

dass die neuen Dachdeckermeister - weil in Sankt Andreasberg - den höchsten Abschluss Norddeutschlands erreicht hätten und hoffte, dass der amerikanische Präsident Trump

das wirtschaftliche Klima in Deutschland nicht nachhaltig beeinflussen werde.

Und dass die Fachschule für die Bergstadt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist,

das war für den Bürgermeister sowieso klar.

 

Hans-Jürgen Kahle, 2. Vorsitzender der VESTA

(Verein Ehemaliger der Fachschule in Sankt Andreasberg),

rechnete das gute Prüfungsergebnis in erster Linie einmal mehr der Schule in 

Sankt Andreasberg an und warb für seinen Verein mit „Verbundensein ein Leben lang“.

 

Prüfungskommissionsvorsitzender Ingo Rieck überreichte den 18 Absolventen

die Meisterbriefe beziehungsweise die Zeugnisse.

Der Teilnahme an der großen Meisterfeier im nächsten Jahr in der Stadthalle Braunschweig

steht für sie nun nichts mehr im Wege. Dann werden die Jungmeister

auch ihren Schmuck-Meisterbrief überreicht bekommen.

Bild und Ton Karl-Heinz Siebeneicher

Peter Spei

harzfuchs@web.de