Noch mehr Narrenfreiheit für Radverkehr und

noch mehr Pflichtenbürde beim Kraftverkehr

 

Nun ist er da – der große Wurf zu Hebung der Sicherheit im Straßenverkehr.

 

Alles was mehr als einspurig ist, wird

mit noch mehr Pflichten, Verboten und Geboten überhäuft,

gleichzeitig das Stachelhalsband zum Wohle der öffentlichen Kassen noch enger geschnallt.

Um nicht missverstanden zu werden:

Am Unfallgeschehen oder speziell örtlichen Erfordernissen orientierte

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind notwendig und

nur mit Überwachung tatsächlich wirksam.

 

Beschränkungen als Ergebnisse politischer Spielwiesen,

bequemer Kommissionsbeschlüsse oder einfach

fehlender Überlegungen schaden der Regelakzeptanz.

 

Der Zweiradverkehr

- bisher schon ohne jeglichen Überwachungs- oder Ahndungsdruck –

ist seit heute (27042020) nahezu geadelt und nur noch seinen eigenen

„umweltorientierten“ Verhaltensregeln wirklich verpflichtet.

Rücksichtsloses Radeln in falscher Richtung, auf Gehwegen oder

Rotlichtmissachtungen sind nur beispielhafte Fehlverhalten.

 

Pflichten, Eigenverantwortlichkeit und Rücksichtnahme sind Begriffe,

die man in den spärlichen Vorschriften zu dieser Verkehrsart wieder

genauso mühsam suchen muss wie Konsequenzen aus dem

steigenden Anteil der elektrifizierten Zweiräder mit erhöhtem Gefahrenpotential.

 

Aber was kann man schon von einem Verkehrsminister erwarten,

der folgenlos weit über 50 Millionen Euro Steuergeld durch Fehlverhalten verbrannt hat ?

 

Peter Spei

harzfuchs@web.de