Hier wird in den nächsten Monaten
Cindys Entwicklung skizziert.


Es begab sich zur frühen Frühlingszeit anno 2009, dass sich

Alice      und       Rufos 

nicht ganz zufällig zu einem Tête-à-tête trafen, das nicht folgenlos blieb.

 

                                            

 

                                Alice stammt aus dem                                                 Rufos (re.) ist der Chef in der              

         guten Hause von Christel Simantke                                      Schäferei Wilfried Vogel     

in Witzenhausen und lebt jetzt                                                         in Dolgelin.     

in Zauchwitz/Beelitz, bei Wilfried Dannemann.                                                                              

 

Die Chronik beginnt mit einigen  Bildern aus der Kinderstube.
Der Wurf vom 20. März 2009 bestand aus sechs Jungen und zwei Mädchen.

Who is who ? Das ist hier noch die Frage.
Eine/-r von beiden sollte es dann am 20. 6. 2009 sein. Einstimmig fiel die Wahl auf sie, die auf den
Namen Cindy hören wird.
Zwei Jungens sind seit der 12. Woche weg,
Mama hat mit den sechs Rabauken aber ihr Tun.
Wenn Du möchtest, kannst Du gleich einen 
mitnehmen... -
scheint sie sagen zu wollen.
 

Besuch am 27. Juni 2009

und gleich gab es die ersten Gewöhnungsübungen.

Es juckt und kitzelt ja ganz schön am Hals.

Soll ich mir das von DEM gefallen lassen ?

O. K., es gibt auch angenehme Seiten.
Das gefällt mir jedenfalls schon mal.

Hallo - Du bleibst schön draußen Schwesterlein.

So ein Auto kann ja richtig herrlich sein !

Los Cindy, du kannst nicht den ganzen Tag
im Auto verpennen. 
Draußen wird es mir zu unruhig.
Meine Brüder sind dauernd am Raufen.
Warum kannst du mich erst nächste Woche
mit in den Harz nehmen ???
  Ja - das hätte ich auch gerne gemacht, aber bevor ich Cindy nach Hause hole,
habe ich noch dringend was zu erledigen.
 

 

07. 07. 2009

Das war nun endlich der "große Tag" !

Christel Simantke und mein "Zukünftiger" machten sich auf den Weg,

um mich in den Oberharz zu holen.

Zunächst ging die Fahrt vorbei an Zauchwitz und weiter nach Osten,

ziemlich dicht an die polnische Grenze, nach Dolgelin.

Schäfer Wilfried Vogel zeigte bereitwillig seine Altdeutschen,

wo mein Vater, der elfjährige  Rofus, noch eindeutig der Rudelchef ist.

     

Nachmittag rollt dann das Auto auf den Hof, das ich noch in Erinnerung hatte.

Christel konnte nur kurz mit unserer Mutter schmusen.

Wir waren nämlich voll damit beschäftigt, ein

letztes Mal zusammen zu Spielen und zu toben.

"Alter, hab nur Geduld, ich muss hier

noch ein wenig mitmischen !"

Mit seinem leckeren Leberwurstbrot hat er

uns dann doch unwiderstehlich angelockt.

Und schließlich war die Abfahrt nicht mehr 

zu umgehen. Ab ging es auf die Autobahn...

...nach Westen und immer geradeaus.

Ich habe die meiste Zeit gepennt...

...aber trotz Pause brauchte ich so nach 200 KM

zwischendurch mal einen Übelkübel.

Zu meiner Ankunft hatte man sich eine tolle

Begrüßung einfallen lassen.

Na ja - man kann sich denken, was dann kam:

Gucken, ah, oh süß, hutzeln bis zum Umfallen.

Andern Morgen gleich nach dem Aufstehen der

erste fremde Hund, Schreck - Angst - anbellen...

...hat anscheinend geholfen, der hat sich nichts mehr

getraut.  Zu Hause: Mut-Training

Und weil ich ja beim "Alten Holzmichel" gelandet

bin, helfe ich ihm natürlich nach Kräften.

Was der mir so alles erzählt - ich verstehe kein Wort.

Der wird mir noch die Ohren zumüllen bis sie stehen.

 

Na O. K. - das soll es jetzt erst mal sein, aber

sobald es wieder Erwähnenswertes gibt, geht es hier weiter.

 

Heute ist der 13. Juli,

und ich sage Euch:

Es gab jede Menge Erwähnenswertes in den paar Tagen.

 

Kaum hatte ich mein neues Haus und die unmittelbare Umgebung

einigermaßen erkundet, da musste ich schon mit in die Stadt.

Alles war mir unbekannt. Diese vielen hastenden Leute, die schnellen Autos,

die vielen neuen Gerüche, und nirgends eine Gelegenheit, sich zu verstecken.

 

Zum Sommerfest ging der Alte auch mit mir.

Als die Kapelle spielte blieben wir auf Entfernung, denn mir dröhnte es in den Ohren.

Während einer Musikpause gingen wir dann mitten durch die zahlreichen Menschen.

Viele waren ganz nett zu mir, aber so richtig hat es mir doch nicht gefallen.

 

Wir gingen dann wieder hin als alles abgebaut wurde.

Da war es etwas ruhiger und ich lernte  ...

menschliche Betriebsamkeit und einen neuen

Hund kennen. War ja ein ruhiger Typ.

Theorie ist auch schon angesagt, und so sah das Ergebnis meiner ersten Lesestunde aus.

Die offene Treppe in unserm Haus ist für mich ein Horror. Wendet der Alte den Leberwurst-Trick an.

Bis auf die dritte Stufe war ich schon runter.

Ach - heute ging ja die Post ab ! Ich lernte

Zorro (li.) Martina (mi.) und Eddy (re.) kennen.

Eddy ist ein Jahr älter als ich und noch sehr stürmisch. Na, Schiss hatte ich erst schon!

Dann, sozusagen nach dem ersten Beschnüffeln...

...verstanden wir uns ganz prächtig.

Es gab so manche wilde Jagd, und ich musste aufpassen, dass ich von dem Lulatsch

nicht überrannt wurde. Was ich bei Mama und meinen Geschwistern gelernt habe,

das war jetzt ein großer Vorteil. Eddy verstand sofort, was ich wollte oder auch nicht, 

und im Gelände fühlte ich mich - anders als in der Stadt - so richtig sicher.

Zorro ist schon etwas betagt. Er hatte wenig Interesse an unserem Treiben.

Nun ja, es ging also "drunter und drüber".

Dann kam auch noch der einjährige Mogli dazu...

...so dass wir ein richtig bunter Haufen waren.

Eine große, gemähte Wiese kam da gerade recht.

Es war für mich ein aufregender

aber auch wunderschöner Nachmittag.

Ich war anschließen so kaputt, dass ich zum ersten Mal freiwillig und alleine

ins Auto gesprungen bin.

Nun gut, die Treppe bleibt in den nächsten Tagen noch mein Problem,

aber ansonsten bin ich zufrieden. 

Der Alte gehorcht - Futter gut - was will man mehr !?

 

Jetzt berichte ich weiter über die zahllosen großen Unwichtigkeiten, 

denen ich so ausgesetzt werde.

14. 7.: Erste Wasserkontakte im H.-G.-Teich

15. 7. : Die ersten AUSGEBÜRSTETEN Haare.

15. 7.: Schick gebürstet Reise nach  Braunschweig.

16.7.: Das war schon mehr als vorgestern !

 

Gestern ( 17. ) war ich wieder bei Eddy.

HIER bekommt man eine Vorstellung, was da abging.

 

20. 7.: Irgendwas läuft mit meinen Horchlappen schief...

Und das, wo ich heute vier Monate jung bin.

 

Der Chef meint, wir sollten die Fortsetzung auf eine Folgeseite schreiben.

O. K. - dann geht es also HIER weiter.

 

 

Bis bald wieder

Eure Cindy

 

 
 

Peter Spei
harzfuchs@webde